Die Fassade in der Vaiparaisostraße im Reichardtblock nach der Sanierung
Bahrenfeld

Reichardtblock

Der Reichardtblock in Hamburg-Bahrenfeld mit seinen rund 400 Wohnungen wurde Anfang der 1930-er Jahre fertiggestellt. Seit 2016 führt der Altonaer Spar- und Bauverein umfangreiche Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an der denkmalgeschützten Wohnanlage aus.

Mammutprojekt über viele Jahre

Die gesamte Wohnanlage wurde zu Beginn der Maßnahme in unterschiedliche Bauabschnitte aufgeteilt. Die ersten sechs Bauabschnitte (Bahrenfelder Chaussee 16, Valparaisostraße 2-20, Langbehnstraße 5-7, Reichardtstraße 15-23,Reichardtstraße 3-13, Bornkampsweg 5-17, Bornkampsweg 19-29 und Langbehnstraße 1) sind bereits fertiggestellt. Die Arbeiten im siebten Bauabschnitt laufen aktuell. 2024 startet der achte und letzte Bauabschnitt.

Im Zuge der Gesamtmaßnahme wird zudem die Fassadensanierung der Ostfassaden durchgeführt sowie der Umbau der Dachgeschosse zu Wohnraum. Für alle Bauabschnitte liegt die Baugenehmigung nach § 62 der Hamburgischen Bauordnung (HBauO) vor.

Auszug der Maßnahmen

  • Dämmung der Gebäudehülle und Fassadenarbeiten
  • Erneuerung von Fenster und Türen
  • Anschluss der Wohnanlage an das Fernwärmenetz, inkl. Anschluss einer Frischwasserstation
  • Ausbau der Gas-Kombi-Therme inkl. Rückbau aller sichtbaren Gasleitungen, des Gaszählers und ggfs. Gasherdes
  • Ggfs. Erneuerung der Heizkörper und der Heizungsleitungen innerhalb der Wohnung
  • Erneuerung aller Zu- und Abwasserleitungen inkl. der Kellerverteilung, der Fallstränge und ggfs. der Wohnungsverteilung in Küche und Bad
  • Vollständige Erneuerung der Bäder, inkl. Sanitäreinrichtungen, Anschlüssen, Armaturen und Fliesen
  • Erneuerung des Treppenhausanstriches
  • Umbau der Dachgeschosse zu Wohnraum (dadurch entstehen bis zu 80 Wohnungen zusätzlich

Was war und ist das Ziel der Modernisierung?

Ziel der Modernisierung ist der langfristige Erhalt der Bausubstanz unter Würdigung der Belange der Bewohnerinnen und Bewohner und der Genossenschaft. Hierzu hat die altoba ein nachhaltiges Maßnahmenkonzept entwickelt, das die aktuellen Bedürfnisse wie auch die Interessen kommender Generationen berücksichtigt. Der Fokus bei der Prüfung der Maßnahmen und der Finanzierungsmöglichkeiten lag auf einer möglichst moderaten Entwicklung der Nutzungsgebühren und – zu diesem Zweck – auf der möglichst umfangreichen Inanspruchnahme von Förderprogrammen.

Mitarbeiterin Neubau und Projekte

Saskia Steffen