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Steigende Energiekosten

Was kommt da auf mich zu?

Die Energiekosten steigen und sind eine Belastung für alle Mitglieder. Besonders belastend ist die Unsicherheit über die künftige Entwicklung der Preise. Leider können wir Ihnen diese Unsicherheit nicht vollständig nehmen, sondern uns lediglich bemühen, so gut wie möglich zu informieren.

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen unserer Mitglieder. Die Informationen werden laufend aktualisiert, zuletzt am 22.09.2022.

Sie finden, hier fehlt eine wichtige Frage? Dann schreiben Sie uns an post@altoba.de.

Energiepreise/Gasumlage

Was bedeuten die steigenden Energiepreise für mich? Betrifft mich die Gaspreisumlage?

Die Auswirkungen der steigenden Energiepreise hängen davon ab, wie Ihre Wohnung beheizt wird. In den Wohnanlagen der altoba gibt es folgende Arten der Beheizung:

  • Gas-Zentralheizung
  • Fernwärme
  • Gas-Nahwärme

Für alle drei Kostenarten gelten jeweils unterschiedliche Rahmenverträge mit dem entsprechenden Versorgungsunternehmen. Wenn Sie nicht sicher sind, über welche Heizung Ihre Wohnanlage verfügt, können Sie das in dieser Liste nachschauen.

  • Gas-Zentralheizung

Wenn Ihre altoba-Wohnung über eine Gas-Zentralheizung beheizt wird, profitieren Sie von der Preisbindung unseres Rahmenvertrags mit Ihrem Versorgungsunternehmen. Die Kosten je Kilowattstunde Gas für 2022 bis 2024 stehen bereits fest und unterscheiden sich nicht wesentlich von denen in 2020. Was gegebenenfalls allerdings auch auf Sie zukommt, das ist die Gasumlage (siehe oben).

Allein durch die Gasumlage würde sich Ihr Gaspreis um etwa 60 % erhöhen!

  • Fernwärme

Fernwärme ist ein Mix aus derzeit 49 % Steinkohle, 35 % regenerative Energien und 16 % Gas.

Bei der Fernwärme hat der Vermieter keine Möglichkeit, über einen Rahmenvertrag eine Preisbindung zu erzielen. Das Versorgungsunternehmen kann die Zusammensetzung der Wärmequellen (siehe oben) dynamisch anpassen und den Preis an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben. Noch Anfang des Jahres 2022 wurde der altoba eine relative Preisstabilität für das aktuelle Jahr avisiert. Am 10.08.2022 dann haben die Hamburger Energiewerke einen zu erwartenden Preisaufschlag in Höhe von 60 % auf den Gesamtenergiepreis Fernwärme im Vergleich zum Vorjahr angekündigt.

Und die Gasumlage? Die Hamburger Energiewerke haben am 21.09.2022 angekündigt, im Jahr 2022 auf eine Weitergabe der Gasbeschaffungs- und Gasspeicherumlage zu verzichten.

  • Gas-Nahwärme:

Für die Wohnungen, die per Gas-Nahwärme beheizt werden, hat der Versorger für das Jahr 2022 bereits Preisanpassungen von 60 % gegenüber dem Vorjahr angekündigt. Auch wird gegebenenfalls die Gasumlage vollständig umgesetzt. Wir rechnen gemäß aktuellem Stand für die betroffenen Wohnanlagen mit einer Verdoppelung der Heizkosten im laufenden Jahr.

Wie geht es jetzt weiter?

Ein Großteil unserer Mitglieder hat bereits ihre Heizkostenabrechnung 2021 und eine Anpassung der Vorauszahlung erhalten. Hierbei sind wir von Preissteigerungen von 25 % ausgegangen. Wir wissen heute, dass dies nicht ausreichen wird.

Daher prüfen wir flächendeckend eine weitere Anpassung der Vorauszahlungen. Falls Sie persönlich von einer Preisanpassung betroffen sein sollten, erhalten Sie in Kürze wieder Post von uns.

Unabhängig davon haben sich bereits viele Mitglieder individuell bei der altoba gemeldet und um eine Anpassung ihrer Vorauszahlung gebeten. Dies ist natürlich weiterhin möglich – wenden Sie sich bei Interesse an den altoba-Service unter post@altoba.de bzw. 040 / 38 90 10 – 0.

Heizen und lüften

Einige Genossenschaften haben bereits angekündigt, in ihren Wohnungen für Tag und Nacht jeweils die maximale Heiztemperatur zu reduzieren. Plant die altoba ähnliches?

Bislang war es unsere Strategie bei der altoba, in Bezug auf die Raumtemperatur unseren Mitgliedern den größtmöglichen Komfort anzubieten. Um das Energiesparen zu erleichtern, werden wir jedoch künftig in der Nacht die maximale Heiztemperatur reduzieren: Während der Heizperiode wird die altoba sukzessive in den Gas- und Fernwärmezentralen in der Zeit von 23.00 Uhr – bis 5.30 Uhr eine maximale Heiztemperatur von 16° C einstellen.

Ich möchte meine Heizkosten senken bzw. einen Beitrag dazu leisten, dass wir weniger abhängig werden vom russischen Gas. Was muss ich beachten?
  • Bei niedriger Raumtemperatur steigt die Gefahr von Schimmelbindung. Entscheidend ist aber nicht die Temperatur, sondern die Luftfeuchtigkeit. Darum ist das regelmäßige Lüften (mindestens drei- bis viermal am Tag) besonders wichtig. Im Winter reichen 5 Minuten – sonst kühlt die Wohnung unnötig aus.
    Dabei helfen die Tipps, die auch sonst gelten: Stoßlüften (möglichst Querlüften) und nicht die Fenster auf Kipp stellen. Vor dem Verlassen der Wohnung die Heizung nicht völlig runterdrehen. Wenn beispielsweise am Abend die Heizung wieder hochgedreht wird, kostet es mehr Energie, die ausgekühlten Räume wieder aufzuwärmen, als wenn den ganzen Tag über beispielsweise auf 19 °C geheizt wurde.
    Heizen Sie bestimmte Räume (z.B. das Schlafzimmer) weniger, dann schließen Sie die Türen.
  • Im Sommer sollte länger gelüftet werden.
  • Wäschetrocknen in der Wohnung erhöht die Schimmelgefahr.
  • Sie möchten die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung besser kontrollieren können? Die altoba stellt ihren Mitgliedern bei Bedarf gern ein Hygrometer zur Verfügung. Mit diesem kleinen Gerät können Sie die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen messen. Sollten Sie noch kein Hygrometer erhalten haben, holen Sie sich gern eines während der Öffnungszeiten am Empfang der altoba-Geschäftsstelle (Barner Straße 14 a) ab.

Energie sparen

Ich habe gehört, dass man mit speziellen Duschköpfen Energie sparen kann. Darf ich einen solchen Energiespar-Duschkopf installieren?

Grundsätzlich sind eine Reduktion der Wassertemperatur beim Duschen und eine Verkürzung der Duschzeit sowie der Häufigkeit der beste Weg, um Energie zu sparen. Wenn Ihre Wohnung über eine zentrale Warmwasserbereitung oder einen elektronischen Durchlauferhitzer verfügt, können Sie ausprobieren, ob Sie mit dem Austausch des Duschkopfes einen weiteren Effekt erzielen können. Falls Sie sich einen solchen Duschkopf zulegen, denken Sie bitte daran, dass der bereits installierte Duschkopf Teil Ihrer altoba-Mietsache ist: Sie sind verpflichtet, ihn aufzubewahren und spätestens zum Ende Ihres Mietverhältnisses wieder unbeschädigt zu installieren.

Hinweis: Wenn Ihre Wohnung über einen hydraulischen Durchlauferhitzer verfügt, können Sie mit dem Spar-Duschkopf keinen Energiespar-Effekt erzielen. Der hydraulische Durchlauferhitzer benötigt als Impuls einen gewissen Wasserdruck und Wasserdurchlauf, damit er das Wasser erwärmt. Übrigens: Einen hydraulischen Durchlauferhitzer erkennen Sie daran, dass er (im Gegensatz zum elektronischen Durchlauferhitzer) über keine elektronische Anzeige verfügt, sondern über einen Drehknopf mit zwei Einstellungen (Stufe I oder Stufe II).

Eine Wohnungsbaugenossenschaft hat neulich für Aufmerksamkeit in den Medien gesorgt: Sie hat entschieden, in ihren Häusern zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten das warme Wasser abzustellen. Hat die altoba ähnliche Pläne?

Die altoba hat keine Pläne, das warme Wasser in ihren Wohnanlagen abzustellen. Auch eine Absenkung der Warmwassertemperatur planen wir nicht – aus Gründen der Gesundheitsfürsorge. Das Warmwasser in den altoba-Wohnanlagen ist grundsätzlich auf eine Temperatur von 60 °C geregelt und die Temperatur des Wassers muss auch an der entferntesten Zapfstelle noch circa 55 °C betragen. Auf diese Weise können wir in der Regel ausschließen, dass sich im Wasser Legionellen bilden können. Natürlich können Sie bei einer Warmwasserversorgung mit Durchlauferhitzern die Reduzierung der Temperatur eigenständig vornehmen. Es reichen dabei in der Regel 38 °C, um ausreichend warm duschen zu können.

Weitere Fragen

Ich möchte auf meinem Balkon eine Solaranlage anbringen. Darf ich das?
  • Voraussetzung für den Betrieb einer Solaranlage auf einem Balkon oder einer Terrasse ist die Genehmigung durch den Vermieter, in diesem Fall, die altoba. Die altoba genehmigt die Installation einer Solaranlage, wenn bestimmte technische Voraussetzungen erfüllt werden, z.B. die TÜV-Zulassung und der Nachweis, dass der Stromzähler zu einem Zweirichtungszähler umgebaut wurde. Keine Genehmigung erteilen wir für die Montage einer Solaranlage außen an der Balkonbrüstung oder an der Hausfassade. Außerdem benötigen wir einen Nachweis, dass unser Mitglied die Solaranlage bei der Bundesnetzagentur angemeldet hat. Ansprechpartner sind die Technik-Teams bei der altoba.